Fünf Jahre - Repair Café

 

5 Jahre Repair-Café Villach
Zahlen & Fakten

 

  • Das Repair-Café Villach wird betrieben vom Verein unruhestandAKTIV mit Obfrau Renate Schlatter. Der Verein erhält sich von Spenden sowie von Zuwendungen von Sponsoren und Gönnern.
  • Begonnen hat man vor fünf Jahren in der Lederergasse, ehe das Repair-Café auf der Plaza im ATRIO seine Bleibe gefunden hat.
  • Das Repair-Café findet an jedem ersten Montag im Monat statt.
  • In fünf Jahren haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereines über 11.000 freiwillige Arbeitsstunden in das Repair-Café eingebracht.
  • Nach dem Motto „Alles wird wieder gut“ werden bei jedem Repair-Café im Durchschnitt 120 – 130 defekte Gegenstände repariert, das ergibt nach fünf Jahren die Summe von rund 7.550 Reparaturen.
  • Rund zwei Drittel der defekten Gegenstände sind elektrische und elektrotechnische Geräte, den übrigen Teil machen mechanische Gegenstände und Textilien aus.
  • Jedes reparierte Elektrogerät bedeutet eine durchschnittliche CO2-Ersparnis von 24 Kilogramm. Bei einer Reparatur-Erfolgsquote von 70 Prozent weist die Ökobilanz nach 62 Repair-Cafés eine CO2-Einsparung von 81.200 Kilogramm aus.
  • Damit erfüllt das Repair-Café neun von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, die von den UNO-Mitgliedsstaaten im Jahr 2015 postuliert wurden, um unseren Planeten bis zum Jahr 2030 in allen Bereichen lebenswerter zu machen.

Mehr Infos zum Repair-Café
Renate Schlatter
Tel. 0664 18 17 466


Presseservice
Volkmar Fussi
Tel. 0664 43 22 520

Der 2. März 2020 ist der erste Montag im Monat, zum 62. Mal öffnet das Repair-Café auf der ATRIO Plaza, zum 62. Mal in fünf Jahren bauen Mitglieder des Villacher Vereines unruhestandAKTIV hier die Tische und Werkzeugschränke auf, bringen ihre Spezialwerkzeuge und Messgeräte in Stellung. Rasch füllt sich die Plaza mit Menschen, die ihre defekten Gegenstände hierher bringen, um sie gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Vereines wieder in Schuss zu bringen.

Es gibt nahezu nichts, was nicht wieder repariert werden könnte.

So findet man unter den hunderten Geräten und Gegenständen viele Textilien, ebenso Nähmaschinen, Radios, Kaffeemaschinen, CD-Player, Computer, Bügeleisen, Fotoapparate, Puppen, Regenschirme und vieles mehr. Mit so manchen Gegenständen verbinden ihre Besitzer eine ganz persönliche Geschichte, mitunter ein wichtiger Grund, diese Gegenstände nicht wegzuwerfen, sondern so lange wie möglich in Gebrauch zu halten. Für eine kleine Spende wird das Reparaturservice dankbar angenommen.

50 Freiwillige im Einsatz

Der Andrang ist jedes Mal so groß, erzählt Renate Schlatter, Obfrau des Vereines und treibende Kraft, dass meist schon um elf Uhr keine weiteren Reparaturen für diesen Tag mehr angenommen werden können. Etwa 50 Personen sind
seitens des Vereines in mehrstündigen Schichten im Einsatz, um gemeinsam mit den „Kunden“ die begehrten Reparaturen abzuarbeiten. Es wird genäht, geklebt, geschraubt und gelötet was das Zeug hält. Vom gelernten Elektriker bis
zum pensionierten Raumfahrtingenieur, viele freiwillige Unruheständler bringen hier ihr handwerkliches Können und ihr Geschick ein. Auch zahlreiche Migranten finden im Repair-Café eine sinnstiftende Tätigkeit.

Größtes Repair-Café Österreichs

Der Begriff des Cafés steht symbolisch für das Zusammenkommen, für das gemeinsame Werken und die Begegnungen, die hier stattfinden. Gute Geister bringen Kuchen und Brote vorbei. Richard Oswald, als Center-Manager der Gastgeber des Repair-Cafés, erwähnt nicht ohne Stolz, dass es sich hier im ATRIO um das größte Repair-Café Österreichs handelt, das einzige in einem Shopping-Center. Die ursprüngliche Idee stammt aus den Niederlanden, weltweit gibt es mittlerweile über 2.000 Repair-Cafés.